Mit der Fiaker durch Wien wie Sissi & Franz

Einmal so fühlen wie Sissi – das geht niergendwo besser als in einer der nostalgischen Fiaker bei einer Fahrt durch die wunderschöne Kaiserstadt. Um Missverständnissen vorzubeugen: Das Wort Fiaker bezeichnet nicht nur eine der traditionellen Kutschen, sondern auch den Kutscher und sie sind mittlerweile aus Wien genauso wenig wegzudenken wie der Stephansdom oder der Prater. In Wien gibt es sogar eine Fiaker Verordnung, welche besagt, welche Routen gefahren werden müssen und in welcher festgehalten ist, was diese Fahrt kostet.

Ein langersehnter Traum

Schon als Kind habe ich alle Sissifilme geschaut und auch das passende Musical hat mich total verzaubert. Selbst die Version von Bully Herbig fand ich absolut super und musste während der ganzen Zeit in der österreichischen Hauptstadt daran denken, wie sich die Szene im Film ständig wiederholt in der Kaiser Joseph „Sissi“ ruft und die Kaiserin in einem fast singendem Tonfall antwortet „Franz“. Aber zurück zu der Fahrt mit der Fiaker, seit ich klein war träume ich von einer solchen romantischen Kutschfahrt durh Wien wie es Kaiserin Elisabeth und Kaiser Joseph damals getan haben – am besten durch eine weiße Winterlandschaft mit viel Schnee. Leider war es dafür noch ein wenig „früh“, aber das gelbe, orange bis hin zu rotem Herbstlaub hat meine Fahrt mindestens genau so schön gemacht und ich kann eine solche Tour mit einer Fiaker nur wärmstens Empfehlen. Definitiv ein „Must Do“ für Wien!

Für eine Fahrt mit dem Fiaker durch Wien gibt es aber viele gute Gründe. Der erste und auch der Wichtigste ist wie bereits erwähnt die Romantik. Des Weiteren bietet so eine Kutschfahrt eine perfekte Gelegenheit, sich einen guten Überblick über den inneren Ring bzw. das Zentrum der Stadt zu verschaffen und die bedeutendstend Denkmäler zu sehen, außerdem erklärt der Fiaker während der gesamten Rundfahrt die wichtigsten Dinge über die Sehenswürdigkeiten der Wiener Altstadt und gibt nützliche Tipps, wenn man später auf einger Tour zu den interessantesten Orten zurück kehren will. Außerdem ist es natürlich eine bessere Variante des „Hop on/off“ Busses, denn so eine Fahrt hat mit Sicherheit 1000% mehr des Wiener Flairs.

Preise für eine Fiakerfahrt in Wien

Es gibt zwei unterschiedliche Standard Touren, eine Kleine mit rund 20 Minuten und eine Große mit rund 40 Minuten Fahrzeit, welche beide am Steffl beginnen:

  • Kleine Rundfahrt: 55 Euro
  • Große Rundfahrt: 80 Euro

Es gibt auch Fiaker-Unternehmen, welche an anderen Sehenswürdigkeiten starten oder die Spezialtouren mit einer anderen Route zum Beispiel zum Prater anbieten. Es gibt auch Möglichkeiten Fiaker für Hochzeiten, Feste oder für andere Events zu mieten. Außerdem kann man neben der traditionellen Fiakerfahrt bei manchen Fiakern auch eine sogenannte „Porzellanfuhre“ bestellen, dabei kommt es nicht darauf an, wo der Fiaker hinfährt, sondern wie er fährt: nämlich besonders ruhig und gleichmäßig, damals war damit eine Fahrt gemeint, bei der das Porzellan, welches transportiert wurde nicht nicht zu zerschlagen wurde.

Tipp: Falls ihr zu zweit seid, teilt euch doch eine Fiaker, denn der Preis gilt immer pro Fiaker, nicht pro Person.

Die große Stadtrundfahrt

Beide Standard Touren bleiben innerhalb des Inneren Rings und führen an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbei. Beginnend bei dem Treffpunkt bei der Stephanskirche führt die große Fiakerrundfahrt vom Palais Ferstel vorbei zu Burgtheater und Rathaus, zur Hofburg und dem Michaelertrakt über den Inneren Burghof Heldenplatz, dem Josefsplatzzur Spanische Reitschule und über die Habsburgergasse und den Petersplatz wieder an den Stephansplatz.

Michaelertrakt der Hofburg

St. Peterskirche

Ankeruhr am Hohen Markt

Stellplätze der Fiaker

Hier findet ihr die Plätze an denen ihr in Wien eine Fahrt mit einer Fiaker machen könnt und wann:

  • Augustinerstraße/Führichgasse: März-Okt 10-22 Uhr, Nov-Feb 10-19 Uhr
  • Jungferngasse/Peterplatz: 10-22 Uhr
  • Michaelerplatz/Hofburg: 10-22 Uhr
  • Stephansplatz/Dom Nordturm: 10-22 Uhr
  • Universitätsring/Volksgarten: 10-22 Uhr
  • Zentralfriedhof, Tor 2: Do-So 10-16.30 Uhr

 

Wer von euch war denn schon mal in Wien und hat so eine Fahrt gemacht?

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12 Gedanken zu “Mit der Fiaker durch Wien wie Sissi & Franz

  1. Fiaker gehören zu Wien wie die Pizza nach Italien. Ich bin selbst noch nie gefahren weil mir irgendwie die Tiere Leid tun. Allerdings werden die meisten sowieso wie die Babies des Kutschers behandelt. Aber ein Wien ohne sie könnte ich mir definitiv nicht vorstellen. So entdeckt man ganz andere Seiten der Stadt!

    xx, Trixi

    Gefällt 1 Person

  2. Ich bin leider kein Fan der Fiaker und auch wenn sie schön anzusehen sind, so haben sie in einer Stadt, wie Wien in der heutigen Zeit nichts mehr zu suchen! Was viele nicht wissen, die Pferde kommen aus den Randbezirken von Wien und müssen mehrere Kilometer in der Früh und am Abend zurücklegen um überhaupt einmal mit der Kutsche in die Stadt zu kommen. Dafür sind sie auf den normalen Straßen und umringt von Autos unterwegs. Selbst in der Innen Stadt wird es dann für sie nicht ruhiger, denn auch dort herrscht dichter Verkehr und lautes Touristentreiben! Durch die Straßenbahnschienen kommt es des öfteren vor, dass die Räder der Kutschen hängen bleiben und die Kutsche samt Pferd umstürzt! Weiters müssen die Pferde bei jedem Wetter egal ob Minus oder Plusgrade dort stehen und glaub mir, nicht jeder Fiaker Fahrer ist besorgt um seine Pferde. Meiner Meinung nach gehört diese Tradition der Vergangenheit an, da sie einfach nicht mehr in diese Zeit passt. Wenigstens wird das Ponny-Reiten im Prater demnächst abgeschafft und hoffentlich auch ganz bald das Fiaker!

    Ganz liebe Grüße Iris

    Gefällt 1 Person

    • Das glaube ich dir natürlich sofort und ich bin mir sicher das es oft so ist und gebe dir zu 1000% Recht, jetzt wo ich das lese… Dennoch war es ein wirklich schönes Erlebnis und vielleicht gibt es einen Kompromiss, vielleicht in dem man auf die Pferde verzichtet, aber dennoch „Kutschfrahren“ anbietet in beispielsweise motorisierten Gefährten – das fände ich irgendwie cool, denn ich mag diesen „nostalgischen Charakter“ so einer Fahrt.

      Liebe Grüße

      Nicky

      Gefällt mir

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