Die Kaiserstadt: Wien

Ein regnerischer und kalter Montag Herbstmorgen, am liebsten möchte ich wieder zurück ins Bett. Aber wenigstens hatte ich letzte Woche ein paar wunderschöne sonnige Tag in Wien, falls ihr mir auf Instagram folgt, dann habt ihr das bestimmt gesehen.

Küss‘ die Hand! Willkommen in Wien! – Mein erster Blogbeitrag über das wohl Schönste, das man in Wien machen kann, nämlich einer Fahrt mit einer traditionellen Fiaker, ging auch schon online. Aber die österreichische Hauptstadt hat natürlich noch so viel mehr zu bieten und heute verrate ich euch, was zu meinen „top 10“ für die Kaiserstadt gehört.

Das Schloss Schönbrunn besichtigen 

Wie ich euch bereits erzählt habe, liebe ich Sissi! Vor Allem den Film mit Romy Schneider in der Rolle der „Sissi“ und ich musste sofort daran denken, als den riesigen Hofgarten des Schloss Schönbrunn betreten habe, der mit rund 160 ha wohl schon eher ein Park ist. Dort findet man einen Irrgarten, viele verschiedenen Wege  Gassen und Springbrunnen. Neben den beeindruckenden Gärten sind dort natürlich auch etliche Touristen und vor allem Asiaten, die den Wiener Schick und Charme wohl genauso lieben.

Fakten zum Schloss

Gebaut als Residenz für Kaiserin Eleonora Gonzaga zwischen 1638 und 1643 diente das im 13. Bezirk gelegene barocke Schloss bis zum Ende des Ersten Weltkrieges als Sommerresidenz der österreichischen Kaiserfamilie. Das Schloss war zu dieser Zeit von einem mehrere hundert Personen umfassenden Hofstaat bewohnt und wurde zu einem politischen und kulturellen Mittelpunkt des Habsburger Reiches. Die Residenz ist das größte Schloss Österreichs und eines der bedeutendsten und meistbesuchten Kulturgüter des Landes. Schönbrunn zusammen mit seinem Park sind seit 1996 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und der Tiergarten Schönbrunn ist der älteste noch bestehende Tierpark der Welt.

Gut zu Wissen: Der Name „Schönbrunn“ entstammt als Kaiser Matthias dort im Jahr 1619 auf der Jagd einen artesischen Brunnen „fund“ und gerufen haben soll: „Welch’ schöner Brunn“.

Mein „Fazit“

Generell liebe ich die barocke Architektur und die verzierten Bauten der Zeit, das Schloss Schönbrunn gehört jedoch zu einem der beeindrucktensten Schlösser, das ich bisher gesehen habe. Wie ich bereits erwähnt habe sind dort unglaublich viele Touristen und auch weil der Park so unglaublich groß ist, sollte man sich dafür ein paar Stunden Zeit nehmen.

Eine traditionelle Sachertorte essen

Kaffeehauskultur gehört zu Wien, wie der Tequila zu Mexiko und zu jeder wiener Melange gehört idealerweise ein Stück Sachertorte. Das bekannteste Wiener Café ist wohl das Café Central oder das originale Café Sacher in der Philharmonikerstrasse, aber Sachertorte findet ihr eigentlich an jeder Ecke! In ganz Wien verteilt sind Cafés der Kette „aida“ – von der Wandfarbe, bis zu den Stühlen ist dort alles rosa gehalten – dort gibt es neben einer hervorragenden Sachertorte, auch alles andere Süße was das Herz begehrt. Egal ob Topfen- oder Apfelstrudel, viele andere Torten oder das „beste Eis der Welt“ (damit werben Sie an der Theke), dazu eine Wiener Melange – das gehört zum Pflichtprogramm!

Über den Wiener Prater laufen 

Der Wiener Prater ist ein sechs Hektar großer Rummelplatz mit rund 250 Attraktionen, wie Schießbuden, Geisterbahnen und viele weiteren Fahrgeschäfte. Außerdem findet man dort viele Buden, Restaurants etc. und für viele ist er einfach nur eine grüne Oase inmitten von Wien. Das 67 Meter hohe nostalgische Riesenrad ist das Wahrzeichen Wiens, wie Big Ben für London oder der Eifelturm für Paris. Eine Umdrehung mit dem aus dem Jahre 1896 stammende Riesenrad dauert ca. 14 Minuten und gehört für jeden Besucher zum Pflichtprogramm. Außerdem gibt es seit 210 auch noch den Praterturm, der mit 117 Metern Höhe das höchste Kettenkarussell der Welt ist. Das Riesenrad und einige andere Attraktionen sind fast das ganze Jahr über in Betrieb, die restlichen Fahrgeschäfte haben von März bis Oktober geöffnet.

Gut zu Wissen: Vom Jagdrevier zum Rummelplatz – ein größter Teil des Praters ist ein weitläufiges Wald- und Wiesengebiet, welches früher als kaiserliches Jagdrevier genutzt wurde und von Kaiser Joseph II. für die Bevölkerung geöffnet wurde.

Den Stephansdom besichtigen

Der im ersten Bezirk gelegene römisch-katholische Stephansdom ist nicht nur Österreichs berühmteste Kathedrale, sondern gehört auch zu den beliebtesten Attraktionen in ganz Wien und wird jährlich von mehr als vier Millionen Menschen besucht. Der Stephansplatz auf dem die Kirche steht, eignet sich hervorragend, um eine Stadtrundfahrt mit der Stadtrundfahrt mit einer traditionellen Fiaker zu starten.

Gut zu Wissen: Der Südturm ist knapp 140 Meter hoch (damals durfte keine andere Kirche im kaiserlichen Reich größer sein als der Stephansdom). Im Steffl, wie die Wiener ihren Dom liebevoll nennen, gibt es 22 Glocken, davon läuten heute immerhin noch 17 Stück. Die berühmteste  davon ist die „Pummerin“ im 68 Meter hohen Nordturm. Sie ist die zweitgrößte frei schwingende Kirchenglocke Europas (die Größte ist die Sankt-Petersglocke im Kölner Dom). Einzigartig am Stephansdom ist außerdem auch eine Sonnenuhr aus dem 15. Jahrhundert an der Südseite der Kathedrale.

Naschmarkt 

Zentral gelegen, im 6. Gemeindebezirk Mariahilf, zwischen der Kettenbrückengasse und der Wiener Secession, die bereits zum ersten Bezirk gehört, findet man mit rund 125 festen „Ständen“ den größten Obst- und Gemüsemarktes Wien’s. Markthäuschen, Zelte und Buden, aber auch Lokale und Restaurants welche neben Obst, Gemüse auch Wurst, Fisch und Käse, und exotische, orientalische und internationale Köstlichkeit, außerdem Kleidung, Spielzeuge und Souvenirs anbieten. Natürlich findet man auch hier die typischen Marktschreier und Jeder will etwas verkaufen.

Gut zu Wissen: Vom Aschenmarkt zum Naschmarkt – die Geschichte des Wiener Naschmarkts reicht weit zurück und beginnt in der frühen Neuzeit. Früher wurde auf Marktgelände Holzasche gelagert,  welche zur Reinigung von Geschirr verkaufte wurde. Seit 1820 wurden immer mehr exotische Lebensmittel wie Orangen und Datteln dort angeboten, worauf der Naschmarkt seinen neuen Namen erhielt den er bis heute noch trägt.

Tipp: Dort geht man am Besten mit Hunger hin, denn man kann sich überall durchprobieren. Man muss allerdings aufpassen, dass man nicht über den Tisch gehauen wird, wenn man dann was kauft. Aber man kann auch Schnäppchen machen, denn 20 Falafel für 2€ sind wirklich günstig. Man kann dort aber auch Montag bis Samstags einfach durch Spazieren nur um die Atmosphäre zu  genießen, wie tausende andere Touristen.

Die Hofburg besichtigen

Zwischen Josefs-, Helden- und Michaelerplatz im Zentrum Wiens findet man die Hofburg, die einstigen Kaiserresidenz. Von dort aus regierten die Habsburger rund 600 Jahre lang (1276-1918) und auch Sissi und Franz wohnten mit ihren Kindern dort. Einen Teil kann man sogar kostenlos besichtigen. In der Hofburg befinden sich die privaten Räume der Kaiser, das Sissi-Museum und eine sehr beeindruckende Schatzkammer mit Krönungsinsignien, Schmuckstücken der Habsburger, aber auch des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Außderdem die Nationalbibiliothek, das naturhistorische Museum und Albertina mit wechselnden Austellungen. Zuletzt noch die Rüstkammer und die Silberkammer mit dem Hoftafelsilber, zahlreichen Porzellan-, Gold- und Silberarbeiten, sowie eines Prunkservices für 140 Personen. Außerdem gehört zu der Hofburg auch die fast 500 Jahre alte spanische Hofreischule.

Ein Wiener Schnitzel essen 

Neben der Sachertorte gehört auch das originale Wiener Schnitzel zu den Leckereien die man in Wien unbedingt probiert haben muss. Am besten eignet sich dafür das in der vierten Generation geführte Figlmüller Restaurant, direkt hinter dem Stephansdom, welches von Johann Figlmüller als kleines Weinhaus 1905 eröffnet wurde und welches als „Geburtsstätte des Schnitzels“ gilt. Dort wird die Tradition des panierten Kalbschnitzels bis heute bewahrt und man kann die „Leidenschaft“ auch schmecken. Da es jedoch schwierig ist, dort einen Platz zu bekommen, kann man auf die vielen anderen Restaurants oder Heurigern ausweichen. Heuriger sind kleine Lokale in denen Wein, Most, Bier oder auch Schnaps oft aus eigener Herstellung ausgeschenkt wird, meist nur in einer bestimmten Zeit des Jahres.

Schloss Belvedere 

Wer zuerst das Schloss Schönbrunn besucht, den wird das kleinere Schloss Belvedere nicht „umhauen“, jedoch ist auch dieser barocke Bau ein kleines Märchenschloss. 1714 bis 1717 wurde von Lukas von Hildebrandt zuerst das Untere Belvedere, als Sommerresidenz des Prinzen Eugen gebaut und zwischen 1721 und 1724 mit dem Oberen Belvedere erweitert. Als der Prinz starb verkaufte seine Nichte Herzogin Victoria von Sachsen-Hildburghausen, die neue Besitzerin das Schloss Belvedere an die Kaiserfamilie. Mittlerweile findet man dort neben einer großen Kunstgalerie und wechselnden Ausstellungen, auch das Gemälde „Der Kuss“ von Gustav Klimt, welches Kulturbegeisterte aus aller Welt zum Schloss Belvedere zieht.

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Einen Abstecher zum Hundertwasserhaus machen

Wer den Wiener Prater besucht, sollte anschließend auf jeden Fall einen Abstecher zu dem in der Nähe gelegenen  Hundertwasserhaus machen. Das 1983 bis 1985 errichtete  und von Friedensreich Hundertwasser entworfene Gebäude liegt an der Ecke Kegelgasse und Löwengasse. Auch für Nicht-Kunstinteressierte und Nicht-Architekten eine sehenswertes architektonisches Highlight. An dem kunterbunten Gebäude mit Zwiebeltürmen ist wohl keine Wand gerade und kein Fenster passt zum Nächsten, sogar die Fußböden sind wellig. Trotzdem ist das Haus sehr beliebt und die Stadt Wien verzeichnet jedes Jahr rund 500 „Bewerbungen“ für eine Wohnung.

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15 Gedanken zu “Die Kaiserstadt: Wien

  1. Da hast Du ja wirklich alle Must-Dos festgehalten! Ich persönlich bin garkein Fan vom Figlmüller. Da bevorzuge ich schon den klassischen Wiener Suppentopf im Plachutta 😛

    Alles Liebe,
    Trixi

    PS: tolle Fotos hast Du von unserem schönen Wien gemacht!

    Gefällt 1 Person

    • Oh da bin ich aber beruhigt! Werde aber definitiv nochmal nach Wien kommen!!! Also ich bevorzuge den „italienischen“, aber die Wiener Melange war auch gut=).

      LIebe Grüße Nicky

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  2. Ich finde es immer noch sehr schade, dass wir uns bei deinem Wien Besuch nicht getroffen haben! Aber es sieht so aus als hättest du eine ganz tolle Zeit hier gehabt. Die Bilder sind wunderschön geworden und es scheint, als hättest du alle wichtigen Sehenswürdigkeiten durch! Komm ganz bald wieder, damit wir gemeinsam ein Stück Sachertorte vernaschen können 😉

    Liebe Grüße Iris, http://www.sprinzeminze.com

    Gefällt 1 Person

  3. Wow da hast du ja einiges in Wien gesehen 😀
    Und beim Figlmüller war ich einmal, und ich hab das Schnitzel nicht geschafft aufzuessen, weil es so groß war ^^ aber geschmeckt hat es mir auf jeden Fall 🙂

    Sehr schöne Fotos habt ihr gemacht 🙂
    Alles Liebe,
    Patricia

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  4. So ein schöner Post mit tollen Fotos! Ich komme aus Wien und bin besonders gerne im Prater, und auch am Naschmarkt. Darf ich fragen, wie du deine Fotos bearbeitest, also mit welchem Filter? Mir gefällt, wie gut alle Fotos zusammenpassen und generell das Layout von deinem Blog. 🙂

    Liebe Grüße und noch einen schönen Abend wünsche ich dir,
    Lisa von http://wortverliiebt.wordpress.com (ich würde mich sehr über einen Besuch freuen :))

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